Sonntag, 30. Dezember 2012

Unterbezahlt

Der SPD-Kanzlerkandidat findet, dass "die Kanzlerin unterbezahlt ist, gemessen an ihrer Leistung". Die Sichtweise teile ich nicht, da ich gar nicht weiß, was die Kanzlerin leistet. Vielmehr drängt sich der Eindruck auf, dass sie gar nichts leistet.

Die Diskussion finde ich aber spannend, denn gerade ein SPD-Kanzlerkandidat kann diese Debatte über ungerechte Löhne in Deutschland führen. Ob das Ergebnis dann aber in seinem Interesse ist, lasse ich dahingestellt.

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Weihnachtskomiker

Wir haben ja schon so Schenkelklopfer als Regierungsmitglieder, und das nicht erst seit "das Gott" (mehr...). Da könnte man schon auf den Gedanken kommen, wir alle hätten noch nicht genug psychisch gelitten.

Die schärfste Satire aber ist der diesjährige Jahreswirtschaftsbericht, denn was wird dort nicht alles verschwurbelt und durcheinander gebracht. Von "Jobwunder" ist da die Rede, und vor allem von der "Fortsetzung des Jobwunders" (mehr...). Das ist so genial, dass es fast kracht. Wenn es also das Erstere, das Jobwunder gar nicht gibt (mehr...), dann ist es doch nur naheliegend zu sagen, wir setzen das Nicht-Existierende mal eben fort.

Genial.

Noch genialer, wenn das auch noch geglaubt wird!

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Meine Regierung hat nichts mit mir zu tun

Die letzten Umfragewerte bescheinigen der CDU ein 7-Jahres-Hoch, 41 Prozent sind es jetzt also (mehr...).

Das hat vielerlei Ursachen, als da wären die endlose Sage des FDP-Abwärtsstrudels und damit einhergehend eine Wählerbewegung von der FDP zur CDU, ferner die mangelnden überzeugenden Alternativen zur Kanzlerin und nicht zuletzt ein allzu bemerkenswerter Vorgang, den man nur noch mit dem Begriff "Gehirnwäsche" am treffendsten umschreibt:

Die interessante Trennung von Kanzlerin, der CDU und der Bundesregierung aus CDU und FDP. Sie hat es tatsächlich geschafft, öffentlich den Eindruck zu erwecken, dass dieses Bundeskabinett von ihr eben nicht ausgewählt wurde und letztlich auch nicht ihre Richtlinien umsetzt. Obwohl das genau der verfassungsmäßige Auftrag ist (mehr...). So ähnlich äußert sich mittlerweile auch der ehemalige Stoiber-Berater Michael Spreng in seinem Blog (mehr...). Zwar trennen mich politisch von ihm vermutlich Welten, in dieser Hinsicht aber bin ich mit ihm einer Meinung. Diese Sichtweise nutzt nur der Kanzlerin selbst, und in ihrem Gefolge der CDU in der Meinungsumfrage. Die CDU selbst hat indes nichts davon, da alle potenziellen Nachfolger von der Kanzlerin selbst verspeist werden. Gutes und starkes Personal, das über die de-Maizières und Schäubles hinausgeht? Fehlanzeige - aber es ist genau dieses mediokre Personal, das Angela Merkel zum Regieren einerseits und für ihre Verantwortungslosigkeit andererseits benötigt.

Genaugenommen ist es aber nicht nur interessant, es ist gleichzeitig auch beschämend und traurig. Denn dieses Land hat Besseres verdient.

Auch eine bessere Opposition, das sollte auch nicht verschwiegen werden.

Dienstag, 25. Dezember 2012

Jahresrückblick

Letztes Jahr war ich ziemlich früh dran, das konnte ich dieses Jahr dann doch nicht einhalten. Mein persönlicher Jahresrückblick 2012! In Anlehnung an den Coboldschen Jahresrückblick (mehr...) fange ich damit an, um anschließend das Stöckchen dem Cobold zuzuwerfen. Der wird mit Sicherheit erst nach Weihnachten zum Auffangen kommen, aber das Stöckchen fliegt dafür auch langsam.

1. Zugenommen oder abgenommen?

Es hält sich die Waage. In den letzten Tagen etwas zugenommen, aber immer noch genausoviel wie letztes Jahr.

2. Haare länger oder kürzer?

Kürzer. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich in der Nachbarschaft einen Friseur entdeckt habe.

3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Ich vermute, kurzsichtiger. Vermute deshalb, weil ich den Augenarzt gemieden habe. Solange ich noch nach Hause finde...

4. Mehr Kohle oder weniger?

Mehr Holz, weniger Kohle! Das muss sich ändern.

5. Mehr ausgegeben oder weniger?

Definitiv mehr, wobei speziell der November und der Dezember hier ordentlich reingehauen haben, und diese Ausgaben mündeten nicht mal in Weihnachtsgeschenke. Ohne diese Extras wäre es vielleicht sogar weniger gewesen.

6. Mehr bewegt oder weniger?

Man höre und staune: mehr. Vielleicht kann ich dem nächstes Jahr noch eins draufsetzen. Oder die Bahn. Oder beide.

7. Der hirnrissigste Plan?

Windows 7 auf dem Notebook zu installieren. Dabei fällt mir ein, dass immer noch die schwäbische Synchronisation von Sledge Hämmerle offen ist. Volker!!!!!

8. Die gefährlichste Unternehmung?

Windows 7 auf dem... ach, lassen wir das. Und Pizzaessen an der Nordseeküste.

9. Der beste Sex?

Ja, und selbst?

10. Die teuerste Anschaffung?

Der PC-Ersatz. Mit 700 EUR war das aber gerade noch zu verschmerzen. Hätte ich aber geahnt, was ein halbes Jahr später über den Jordan geht, hätte ich es gelassen.

11. Das leckerste Essen?

Fangfrischer Fisch im "El Faro" auf La Gomera. Danach habe ich erstmal wochenlang keinen TK-Fisch mehr angerührt.

12. Das beeindruckendste Buch?

Roman: "Ein perfekter Freund" von Martin Suter. Auf Grund der Rezensionen zu diesem Buch habe ich lange einen großen Bogen darum gemacht. Völlig zu unrecht.

Sachbuch: "Überflieger" von Malcolm Gladwell. Hochinteressant und teilweise ernüchternd, wie wenig man selbst seinen eigenen Erfolg beeinflussen kann - und wie viel man lernt, wenn man seine eigene Herkunft berücksichtigt.


13. Der ergreifendste Film?

"Skyfall" im Kino, "Der Ghostwriter" auf DVD. Wobei, wenn ich mir überlege, wie ergreifend diese Filme waren.

14. Die beste CD? Der beste Download?

Definitiv Saint Etienne mit ihrer CD "Words and music by", womit ich nie gerechnet hätte. Downloads gab es dieses Jahr keine.

15. Das schönste Konzert?

Fiel dieses Jahr aus. Mal sehen, welche Gelegenheiten sich nächstes Jahr ergeben.

16. Die meiste Zeit verbracht mit …?

...dem Versuch, PCs lauffähig zu bekommen bzw. sie am Leben zu erhalten. Wir merken uns: Barebones neigen zur Überhitzung.

17. Die schönste Zeit verbracht mit …?

...wunderbaren Theaterstücken!

18. Vorherrschendes Gefühl 2012?

"Wenn jetzt doch der Weltuntergang käme, wär's grad schlecht..."

19. 2012 zum ersten Mal getan?

Mir ein Handy gekauft. Kein Witz. Das war zwar auch eine Kugelfuhr, aber jetzt ist wieder alles okay.

20. 2012 nach langer Zeit wieder getan?

Auf eine spanische Insel gereist. Das letzte Mal muss es 1981 gewesen sein, und ich kann mich nicht mehr an viel erinnern. Außer dass mir irgendwann furchtbar schlecht geworden ist und ich mich übergeben musste.

21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

Waschmaschine, Computermonitor, Ärztemarathon. Für letzteres gilt mein besonderer Dank der Deutschen Bahn, die es immer wieder fertigbrachte, an Tagen mit Arztterminen die lustigsten Verspätungsgründe zu erfinden.

22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Gute Frage - mich davon, endlich die Bewerbungen anzugehen.

23. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Das waren interessanterweise Worte. Ein Glücksfall für jeden Schwaben!

24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Einfach da zu sein.

25. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

Ich genieße die Zeit mit Dir.

26. 2012 war mit einem Wort …?

anders.

Und nun... ab zu Volki mit dem Stöckchen...

Sonntag, 9. Dezember 2012

My lovely indicator

Also, für einen kurzen Moment angenommen, ich würde einen Wetterdienst betreiben (und weiter angenommen, mein Name sei nicht Kachelmann, haha), der eine Wettervorhersage aus verschiedenen Indikatoren erstellt. Nehmen wir für einen kurzen Moment weiter an, diese Vorhersage würde für den heutigen Tag, an dem es erkennbar kühl ist und schneit, Sonnenschein bei 20 Grad ankündigen, was ist dann von den Indikatoren zu halten? Genau, nichts.

Schaut man sich mit dieser Überlegung im Hinterkopf den folgenden Auszug eines Streitgesprächs bei Spiegel Online an, wundert man sich über den intellektuellen Zustand in dieser Republik fürwahr nicht mehr:

Butterwegge: (...) Und Sie behaupten allen Ernstes, ab 2005 sei die Welt wieder in Ordnung gewesen?

Hüther: Das habe ich nicht gesagt, sondern dass sich die Indikatoren stabilisiert oder verbessert haben.


Ich mache mir die Welt, wide wide wie sie mir gefällt...

Crabby Jack

- Wäre die Erde eine Bank, hätte man sie schon längst gerettet.

Users status

Du bist nicht angemeldet.

Comments

...dumm nur, dass ich...
...dumm nur, dass ich gar kein Geld in der Schweiz...
derCobold - 10. April, 22:21
Ja Mist
Du hast recht, und ich dachte zuerst, es sei Altbundespräsident...
CrabbyJack - 8. Januar, 17:12
Wenn das im Hintergrund...
Wenn das im Hintergrund nicht mal Joachim Gauck ist.
derCobold - 7. Januar, 23:59
Respekt! Ganz schön früh...
Respekt! Ganz schön früh dran, dieses Jahr. Vielleicht...
derCobold - 10. Dezember, 09:03
Respekt! Ganz schön früh...
Respekt! Ganz schön früh dran, dieses Jahr. Vielleicht...
derCobold - 10. Dezember, 09:03
Wo kommt er her? Wo geht...
Wo kommt er her? Wo geht er hin? Fragen über Fragen...
derCobold - 8. Dezember, 19:58
Das kommt davon, wenn...
Das kommt davon, wenn man kein Respekt vor dem Alter...
derCobold - 20. Juni, 20:52

Radio

Archive

Juni 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
 
 
 
 
 
 
 
 

Crabby Jack's search

 


Bildung!
Gastbeiträge
Gelesen, gelacht, gelöscht!
Gemeines!
Gesundheit!
Jahresrückblick
Leben!
Music!
Off-Topic!
Peinliches!
Politik!
Sonstiges!
Weisheiten!
Wochenrückblick!
Zensur!
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren