Donnerstag, 10. Mai 2012

3 ohne Plan

"3 ohne Plan" - titelt das Leitmedium Spiegel Online über die SPD-Troika sarkastisch (mehr...). Man muss deren Meinung nicht teilen, jedoch ist das Bild, das die gute, alte Tante SPD abgibt, ein wahrhaft katastrophales: die das Gegenteil ankündigenden und für die Kanzlerin stimmenden Stones (mehr...) und Siggi "Pop" Gabriel marschieren in völlig unterschiedliche Richtungen, ein stimmiges Gesamtkonzept ist nicht erkennbar - zudem tritt die für den Frontalangriff zuständige Generalsekretärin (wer ist das eigentlich gerade?) erstaunlich zurückhaltend auf und dafür der Fraktionsgeschäftsführer unangenehm häufig.

Zwar agiert selbst die Bundesregierung noch planloser - jedenfalls sind dort mehr als nur 3 ohne Plan -, das fällt mittlerweile aber kaum noch auf. Im europäischen Krisenchaos ohnehin nicht.

Dennoch, so möchte man den 3en von der Zankstelle zurufen, sollte es auch anders gehen: denn dieses Land braucht eine kraftvolle Opposition, kein peinliches Durcheinander. Oder stellen sich die Beteiligten schon jetzt auf eine Juniorrolle nach der nächsten Bundestagswahl ein?

Rennfahrer unter sich

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Dienstag, 1. Mai 2012

Besser nicht

Wolfgang Clement, ehemaliges SPD-Mitglied, tritt nunmehr gemeinsam mit Christian Lindner, Hoffnungsträger der FDP in NRW auf (mehr...). Die FDP in NRW bemüht sich verzweifelt, Stimmen zu gewinnen, um im nächsten Landtag vertreten zu sein.

Die Verzweiflung muss groß sein, wenn man sich jetzt mit einem beratungsresistenten, alten Mann einlässt in der Hoffnung, noch das ein oder andere Prozentpünktchen zu bekommen. Die Gefahr ist groß, dass dieser Schuss nach hinten losgeht - und die anderen Parteien reiben sich stattdessen die Hände.

Sonntag, 29. April 2012

Hohe Schlagzahl

Es gibt Dinge in dieser Republik, über die ich mir erstaunt die Augen reibe. Es ist weniger die Tatsache, dass das wirtschaftspolitische Leben ideologisch geleitet ist - das war es schon immer (mehr...). Nein, es ist vielmehr die Tatsache, dass der unrühmliche Abgang von Karl-Theodor zu Guttenberg (mehr...) eine erstaunlich nachhaltige Wirkung hat. Dominosteinen gleichend, fielen im letzten mal mehr, mal weniger prominente Doktortitel, teilweise begleitet von Fernsehsendungen, in denen die Delinquenten öffentlichkeitswirksam versuchten, sich reinzuwaschen, oder den Doktortitel von ihrer Person zu trennen.

Seit vorgestern führt der Fraktionschef der Berliner CDU im Abgeordnetenhaus, keinen Doktortitel mehr. Bemerkenswert ist hier, dass er durch seinen Schritt der Aberkennung des Doktortitels durch die Universität Potsdam zuvorkommen will. Das war in der Vergangenheit schon anders.

Es stellt sich aber hier natürlich schon die Frage, wieviele Leichen denn noch im politischen Keller liegen, die in nächster Zeit ihren akademischen Grad verlieren. Und ob die betreffenden Personen noch guten Gewissens den Sozialbetrug durch ALG-II-Bezieher oder Steuerhinterziehungen im großen Stil geißeln können.

Rennfahrer unter sich

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Samstag, 21. April 2012

30 Fakten

Ich fühle mich, als sei ich in der Zeitschrift "Focus" gelandet, obwohl ich die nicht mal mag.

Da hat mir also der andere C ein bemerkenswertes Stöckchen zugeworfen und ich habs auch noch gefangen (mehr...). Dabei war ich damals wie heute kein guter Fänger. 30 Fakten lautet das Thema, 10 Fakten für verschiedenes, 10 für Liebe und Freundschaft und 10 für Männer und Frauen.

Mal schauen, wie weit ich komme.

Verschiedenes

1.) ich habe die Tendenz, fallende Gegenstände in mehrfachen Auffangversuchen schließlich fallen zu lassen. Völlig unabsichtlich, natürlich.
2.) früher war beim Essen mein Bestreben, stets den Teller leerzuessen. Diese Einstellung wandelte sich nur unter medizinischem Zwang.
3.) Insekten beunruhigen mich, und behaarte Spinnen sorgen für einen erhöhten Puls.
4.) unter Zeitdruck bilde ich mir ein, zu erledigende Dinge vergessen zu haben. Oft stellt sich heraus, dass ich die Dinge erledigt hatte - das wiederum hatte ich aber vergessen.
5.) als Kind wollte ich Pilot für Verkehrsflugzeuge werden, heute macht mich die Fliegerei (als Passagier) unsicher.
6.) ein verändertes menschliches Gen bzw. Protein namens GLUT-2 steuert, dass man eine Vorliebe für Süßspeisen entwickelt. Leider ist das bei mir der Fall.
7.) auf belebten Straßen oder in belebten Läden zwingen einem andere Menschen häufig (unbewusst) ihre Bewegungsgeschwindigkeit auf. Auch aus diesen Gründen meide ich große Menschenmassen.
8.) ich trage seit 17 Jahren tagsüber Kontaktlinsen, mittlerweile auch nachts.
9.) trotz eines Hangs zu wilden Unfällen habe ich mir noch nie etwas gebrochen (oder ich habe es nicht bemerkt).
10.) ein abendlicher Schwarztee lässt mich nicht schlafen, weshalb ich nur Espresso trinke.

Liebe und Freundschaft

1.) Mein bester Freund wohnt leider ziemlich weit weg und teilt sich seinen Geburtstag mit der besten Freundin meiner Freundin. Das war es aber auch schon an Gemeinsamkeit.
2.) Häufiger sind die besten Freunde von Homosexuellen (Männern) Frauen, und von Heterosexuellen (Männern) Männer. Eigentlich würde man das jeweilige Gegenteil erwarten.
3.) Ohne gegenseitigen Respekt und ein Grundmaß an Vertrauen sind weder Liebe noch Freundschaft denkbar.
4.) Die Suche nach dem einzigen, idealen Traumpartner fürs Leben ist eher eine Soziale Norm, welche die Beteiligten ins Unglück stürzt.
5.) Man kann realistischerweise nicht mehr als ein Dutzend Freunde haben, ohne dass Freundschaften dauerhaft leiden.
6.) Freundschaft kann ohne Liebe existieren, aber Liebe nicht ohne Freundschaft.
7.) Freundschaft und Liebe bedeuten, dass man Geheimnisse behalten können soll, aber auch Geheimnisse haben darf.
8.) Wenn man verliebt ist, ist man unzurechnungsfähig. Der Umkehrschluss ist aber unzulässig!
9.) Lang anhaltende Beziehungen sind nicht zwangsläufig ein Beweis für glückliche oder erfüllende Beziehungen.
10.) Liebe ist.

Männer und Frauen

1.) Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen (Ruhe in Frieden, Loriot!)
2.) Schönheitsideale werden uns von außen aufoktroyiert. Sie wandeln sich im Laufe der Zeit - und werden durch Grafikbearbeitungsprogramme immer unrealistischer.
3.) Männer sind mit dem Konzept eines zwanglosen Einkaufsbummels ohne dem Ziel eines Einkaufs überfordert. Frauen leider unter der Vorstellung, direkt in einen Laden zu gehen, ein bestimmtes Produkt zu kaufen und wieder zu verschwinden.
4.) Männer sind. Frauen auch.
5.) Ich hatte immer meine Schwierigkeiten mit Frauen, die älter sind als ich. Und ganz allgemein betrachte ich Beziehungen, in denen der weibliche Partner älter ist als der männliche Partner mit Skepsis. Unter Umständen ist das eine biologische Notwendigkeit: Männer reifen tendenziell später als Frauen, ein gutes Gleichgewicht kann möglicherweise nur zwischen älteren Männern und jüngeren Frauen entstehen.
6.) Tendenziell würde ich eine Frau mit Kurven einer leichtgewichtigen Frau vorziehen.
7.) Frauen finden tiefe Stimmen bei Männern attraktiv, und angeblich ist das umgekehrt auch so.
8.) Aggressivität wird eher mit Männern assoziiert und Sensibilität mit Frauen.
9.) Männer müssen leider heimlich weinen, hingegen nutzen Frauen das Weinen als Waffe (wer ist jetzt hier raffinierter?).
10.) Frauen nutzen zum Morden Gift, Männer alles andere.

Ein Blick auf die Uhr - 00:18 Uhr, das hat doch ganz schön lang gedauert, vor allem der letzte Block.

So, vielleicht bin ich beim Werfen mit dem Stöckchen besser. Der Fänger sollte eine weibliche Person sein, wenn ich es mir wünschen könnte, Nessy, aber ich fürchte, die dürfte mit ihrem Kaffeehaus (mehr...) gut beschäftigt sein :-/.

Dienstag, 10. April 2012

Freiheit für die Bankräuber!

Ich finde das zwischen der Schweiz und Deutschland abgeschlossene Steuerabkommen richtig gut (mehr...). Sehr selten hat die deutsche Bundesregierung etwas für die Resozialisierung und Wiedereingliederung von Verbrechern in die Gesellschaft getan - jetzt gelingt es mit Steuerhinterziehern. Damit ist ein Anfang gemacht, eine Brücke geschlagen, die Hand gereicht, das Image der Banken gerettet - und diese Hand muss nur noch ergriffen werden.

Und eine ähnliche Maßnahme wünsche ich mir auch für die Wiedereingliederung von Bankräubern. Hier kann durchaus das Steuerabkommen Pate stehen, zumindest im Grundsatz. Damit wäre Bankräubern die Brücke gebaut, wieder ein würdevolles Leben in der Gesellschaft zu führen, ohne geächtet zu werden oder in der ständigen Furcht zu leben, für die Verbrechen mit dem Freiheitsentzug bestraft zu werden.

Crabby Jack

- Wäre die Erde eine Bank, hätte man sie schon längst gerettet.

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Comments

...dumm nur, dass ich...
...dumm nur, dass ich gar kein Geld in der Schweiz...
derCobold - 10. April, 22:21
Ja Mist
Du hast recht, und ich dachte zuerst, es sei Altbundespräsident...
CrabbyJack - 8. Januar, 17:12
Wenn das im Hintergrund...
Wenn das im Hintergrund nicht mal Joachim Gauck ist.
derCobold - 7. Januar, 23:59
Respekt! Ganz schön...
Respekt! Ganz schön früh dran, dieses Jahr....
derCobold - 10. Dezember, 09:03
Respekt! Ganz schön...
Respekt! Ganz schön früh dran, dieses Jahr....
derCobold - 10. Dezember, 09:03
Wo kommt er her? Wo geht...
Wo kommt er her? Wo geht er hin? Fragen über Fragen...
derCobold - 8. Dezember, 19:58
Das kommt davon, wenn...
Das kommt davon, wenn man kein Respekt vor dem Alter...
derCobold - 20. Juni, 20:52

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